Bei der DM unter den 15 Besten

Die Enttäuschung über vergebene Chancen wich bald der Freude über das Erreichte: Ramona Stiegler und Robert Späth überzeugten bei der Deutschen Meisterschaft im Bogenschießen. - Foto: Späth
Schrobenhausen (spt) Robert Späth in der Altersklasse der Herren und Ramona Stiegler bei den Schülerinnen A gehören zu den 15 besten Bogenschützen ihrer jeweiligen Klasse in Deutschland. Das bewiesen sie nun bei der Deutschen Meisterschaft.
Mit den Meisterschaftskämpfen des Deutschen Schützenbunds, die am Wochenende in Nordhausen in Thüringen stattfanden, fand die Hallensaison für die Bogenschützen des BSC Schrobenhausen ihren Höhepunkt. Zwei Schützen des Schrobenhausener Vereins hatten sich für diese DM qualifiziert, Ramona Stiegler in der Schülerklasse A weiblich sowie Robert Späth in der AK Herren. Späth wurde bereits vor vier Wochen Bayerischer Meister beim DBSV und Neunter bei den Deutschen Meisterschaften dieses Verbands.
Geschossen wurde bei den Erwachsenen auf 18 Meter Entfernung auf eine Sechs-Ring-Auflage, bei der die höchste Wertung, die 10, gerade mal die Größe eines 50-Cent-Stücks hat. 41 Bogenschützen aus ganz Deutschland hatten in der Klasse AK Herren die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft erreicht. Späth, der sich selbst als Ziel eine Platzierung unter den ersten zehn gesetzt hatte, konnte auch nach den ersten 30 Pfeilen noch hoffen, dies zu erreichen. Mit 274 von 300 möglichen Ringen lag er ringgleich mit fünf weiteren Schützen auf dem zehnten Rang. Doch der zweite Durchgang mit weiteren 30 Pfeilen lief nicht optimal. Späth konnte nach den ersten zwölf Pfeilen nur 100 Ringe auf seinem Schießzettel verbuchen und wurde bis auf Rang 18 nach unten durchgereicht. Mit den restlichen 18 Pfeilen der zweiten Hälfte jedoch fand Späth wieder zu seiner Form und erreichte von 180 möglichen Ringen 172.
272 Ringe im zweiten Durchgang und ein Gesamtergebnis von 546 Ringen reichten am Ende für den 14. Platz unter 41 Startern. Die Enttäuschung wich bei Späth dann schnell der Freude darüber, dass er immerhin zu den 15 besten Bogenschützen Deutschlands in seiner Klasse gehört und der zweitbeste bayerische Starter in der AK Herren wurde.
Bei den weiblichen Schülern A, die auf Grund einer extrem hohen Qualifikationsringzahl nur ein Starterfeld von 18 Schützinnen aufwiesen, war alleine die Qualifikation schon ein Riesenerfolg. So waren alleine zwölf Landesmeisterinnen im Starterfeld vertreten. Ramona Stiegler, eigentlich noch am Anfang ihrer sportlichen Laufbahn stehend und immer noch mit einem Anfängerbogen schießend, hatte mit einer überzeugenden Leistung bei der Bayerischen Meisterschaft die hohe Hürde genommen und stand nun mit Gegnerinnen an der Schießlinie, die ausnahmslos höhere Ergebnisse in ihren Landesmeisterschaften geschossen hatten. So hieß die Devise für Ramona nur, sich beachtlich aus der Affäre zu ziehen.
So war es wohl dann auch die geringe Erwartungshaltung, die Ramona locker und entspannt an dieses so wichtige Ereignis herangehen ließ. Und es lief hervorragend für die Schrobenhausenerin. Nach den ersten 30 Pfeilen ging sie mit 266 Ringen und einem hervorragenden Platz 13 in die Pause. Nun wollte Ramona mehr; ein Platz unter den ersten zehn wäre bei konstanter Schießleistung im zweiten Durchgang durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Doch nun setzte sich Ramona selber zu sehr unter Druck. Übermotiviert verriss sie den einen oder anderen Pfeil in die Sieben oder sogar Sechs, so dass am Ende des zweiten Durchgangs 258 Ringe notiert wurden. Mit insgesamt 524 Ringen platzierte sie sich trotzdem noch auf dem 15. Rang und kann ebenso wie ihr Mannschaftskollege und Trainer Robert Späth stolz darauf sein, zu den besten 15 Bogenschützen deutschlandweit in ihrer Klasse zu gehören.
Mit der Teilnahme von zwei Schützen des BSC Schrobenhausen an einer Deutschen Meisterschaft und den Platzierungen unter den besten 15 geht die erfolgreichste Hallensaison in der Geschichte dieses mit 40 Mitgliedern eigentlich kleinen Vereins zu Ende. Nun heißt es für die Bogenschützen des BSC, sich auf die kommende Sommersaison vorzubereiten und, basierend auf diesen Erfolgen, auch bei den Freiluftmeisterschaften auf der ein oder anderen Ergebnisliste oben zu stehen.















