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Termine

Mi, 08. Februar 2012, 18:00 > Mittwochstraining
Sa, 11. Februar 2012, 08:00 > Bogenliga Rückkampf Bezirksklasse West (BSC 1)
Mo, 13. Februar 2012, 18:00 > Montagstraining
Mo, 20. Februar 2012, 00:00Winterferien

2. Spargellandturnier im Freien 2 x 70 m am 10.06.2012

Bitte vormerken: Noch bis zum Start des 2. Spargellandturniers im Freien mit Finalschießen am 10.06.2012. Anmeldungen und Ausschreibung ab 01. März 2012 hier auf der Seite.

Späth leistete Schwerstarbeit

Schrobenhausen (spt) Weitere Siege holten die Bogenschützen des BSC Schrobenhausen beim Internationalen Sternturnier in Ebersberg. Geschossen wurde eine große FITA, die auch als die Königsdisziplin des Bogenschießens bezeichnet wird. Dabei schießen die Erwachsenen- und Jugendklassen jeweils 36 Pfeile auf vier Entfernungen von 90 bis 30 Meter, die Schüler zwei Entfernungen von 50 bis 18 Meter. Mehr als 250 Schützen aus vier Ländern, unter ihnen Deutsche Meister, Kaderschützen und Qualifikanten für die Europameisterschaft, waren am Start dieses hochrangig besetzten Preisgeldturnieres.

Ebersberg_FITA_2010_low
Wieder einmal erfolgreichste Vereinsmannschaft bei einem hochrangigem Turnier: Der BSC Schrobenhausen mit (hinten, v. l.) Daniel Wenger, Coach Robert Späth, Ramona Stiegler, (vorne:) Franz-Josef Frank und den beiden Kaderschützen Jonas Kielsmeier und Marina Stiegler.
- Foto: Späth
Marina Stiegler und Jonas Kielsmeier, beide Oberbayernkadermitglieder, hatten die Konkurrenz in der Schülerklasse B voll im Griff und belegten unangefochten und mit hervorragenden Ringzahlen die ersten Plätze. Dritter im Bunde der Schüler B war Franz-Josef Frank, der nach zögerlichem Start doch noch zu seiner Form fand und den sechsten Platz belegte. Mit 548 geschossenen Ringen erreichte er zudem einen Leistungsstern der FITA, der weltweiten Organisation der Bogenschützen.


Daniel Wenger, der vierte Schüler, der für den BSC am Start war, musste in der Schülerklasse A zum ersten Mal die Distanz von 50 Metern bewältigen; zudem schossen auf seiner Scheibe noch die amtierenden Meister von Deutschland und Österreich. Nur auf 30 Meter zeigte er seine gewohnte Leistung. Alles in allem konnte er jedoch mit dem sechsten Platz in seiner Altersklasse sehr zufrieden sein.

Volles Programm hatte Ramona Stiegler, die heuer ihr erstes Jahr in der weiblichen Kadettenklasse schießt und von morgens um 8 bis abends um 17.30 Uhr 156 Pfeile auf vier Entfernungen zu schießen hatte. Nach dem ersten Durchgang auf Platz drei liegend, konnte sie nach der dritten Entfernung 16 Ringe gutmachen und nahm so vor dem letzen Durchgang den zweiten Platz ein. Bei der letzten Entfernung, 30 Meter auf die 80-Zentimeter-Auflage, bei der die höchste Wertung, die Zehn, nur noch acht Zentimeter Durchmesser hat, erwischte sie jedoch einen schlechten Start, verlor sieben Ringe auf die spätere Zweitplatzierte und wurde Dritte in einem Starterfeld der besten weiblichen Jugend Bayerns.

Robert Späth, in der Schützenklasse Master startend, begann mit guten 283 Ringen auf die 70-Meter-Distanz und lag nach der ersten von vier Entfernungen auf dem dritten Rang. 315 Ringe auf 60 Meter, 296 Ringe auf 50 und 332 Ringe auf 30 Meter bescherten ihm dann am Ende einen hervorragenden zweiten Platz und als Belohnung ein schönes Preisgeld. Späth schaffte mit dem Gesamtergebnis von 1226 Ringen auch den begehrten blauen FITA-Stern, der ab 1200 Ringen vergeben wird.

Und er hatte einiges dafür geleistet: 156 Mal den rund drei Kilo schweren Wettkampfbogen mit einer Hand angehoben und zirka 20 Sekunden in der Waagrechten gehalten, für 156 geschossene Pfeile 156 mal 20 Kilo Zuggewicht 75 Zentimeter weit gezogen und rund drei Sekunden gehalten, zum Holen der Pfeile an die sechs Kilometer Wegstrecke zurückgelegt, 156 mal höchste Konzentration aufgebaut und 156 mal dynamisch den Pfeil ausgelöst, beim Abschuss unter Aufrechthaltung der Körperspannung, wenn fast jeder Muskel des Schützen unter voller Spannung steht. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen ist es nicht körperliche Erschöpfung, die am Ende des Wettkampftages den Schützen zu schaffen macht, sondern mehr die Konzentrationsschwächen, da der Aufbau der Konzentrationsphase vor einem Pfeil über die Dauer von acht Stunden Wettkampf den meisten Schützen mehr abverlangt als die körperliche Anstrengung.


Von Robert Späth

Schrobenhausener Zeitung vom 17.06.2010