Die Fingerplatzierung an der Sehne
Das Lösen ist ein wesentliches Element des Schusses und wohl eine der häufigsten Fehlerquellen bei zu großer Streuung der Pfeile auf der Scheibe. Nur eine unverkrampfte Zughand ermöglicht ein kontrolliertes Ablassen.
Folgende Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung:
• die Sehne liegt im Gelenk des ersten Fingergliedes
• der Abstand der Finger zum Pfeil sollte weit genug sein
• die Fingerspitzen zeigen nach hinten (Zugfinger geschlossen, auch "Haken" genannt)
• Zuglastverteilung gleichmäßig auf den drei Zugfingern (Zeige- Mittel- und Ringfinger)
• gerader Handrücken

Die Sehne wird im Gelenk des ersten Fingergliedes positioniert. Nur diese Lage gewährleistet ein minimales seitliches Auslenken der Sehne beim Lösen über die Fingerkuppen. Es sollte ein kleiner Abstand der Finger zum Pfeil eingehalten werden. Damit kann sichergestellt werden, dass durch das Einknicken der Sehne beim Endauszug die Nocke nicht durch die Finger eingeklemmt und der Pfeil beim Lösen abgelenkt wird.
Jetzt werden die Finger „geschlossen“, und man beginnt mit dem Auszug. Hierfür werden die Fingerkuppen der drei Zugfinger an das dritte Fingerglied gepresst. Wichtig ist es dabei, darauf zu achten, dass der Handrücken und das dritte Fingerglied gerade bleiben. Die Sehne liegt nach wie vor in der Beuge des ersten Fingergliedes.
Der Daumen wird entspannt an der oberen Handkante angelegt oder bei einem Ankertab unter die Ankerplatte positioniert. Der kleine Finger hingegen macht die selbe Arbeit, wie die drei Zugfinger – nur ohne Sehne.
Die Zuglastverteilung auf den Fingern sollte gleichmäßig sein. Jeder Finger zieht also 1/3 der Belastung.
Sowohl der Handrücken, als auch das dritte Fingerglied, müssen in der geraden Verlängerung zum Pfeil stehen. Es ist ganz besonders darauf zu achten, dass der Handrücken nicht rund und das Handgelenk nicht angewinkelt ist.
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Tipps und Tricks aus der Praxis
Einer der häufigsten Anfängerfehler ist das Zwicken des Pfeiles. Es kann im Einzelfall sogar so stark sein, dass der Pfeil von der Auflage fällt. Hier können mehrere Fehler zusammen treffen. Zum einen wird der Pfeil mit dem Zeige- und Mittelfinger eingeklemmt, zum anderen rollt der Schütze die Sehne vom ersten zum zweiten Fingerglied oder die Bewegung des Auszugsarmes ist zu hoch oder zu tief, so dass die Hand im falschen Winkel zum Pfeil steht und diesen von der Pfeilauflage abheben lässt.
Um dies zu verhindern, ist auf ein gestrecktes drittes Fingerglied und einen geraden Handrücken zu achten.
Wenn der Schütze dazu neigt, im Endauszug nur noch mit der vordersten Ringfingerkuppe die Sehne zu ziehen, ist der Fehler oftmals in einem überhöhtem Zugarm zu suchen. Hier kann durch das Absenken des Zugarmes (maximal bis zur Verlängerung der Pfeillinie) Abhilfe geschaffen werden.














