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Termine

Mo, 06. Februar 2012, 18:00 > Montagstraining
Mi, 08. Februar 2012, 18:00 > Mittwochstraining
Sa, 11. Februar 2012, 08:00 > Bogenliga Rückkampf Bezirksklasse West (BSC 1)
Sa, 11. Februar 2012, 13:00 > Samstagstraining

2. Spargellandturnier im Freien 2 x 70 m am 10.06.2012

Bitte vormerken: Noch bis zum Start des 2. Spargellandturniers im Freien mit Finalschießen am 10.06.2012. Anmeldungen und Ausschreibung ab 01. März 2012 hier auf der Seite.
"Recurve" (engl.) steht für "Biegung". Biegung daher, da die Wurfarme (1.) eine Biegung nach vorn haben, wodurch letztendlich mehr Energie gespeichert und natürlich auf den Pfeil übertragen werden kann. Der Recurvebogen besteht meist aus 2 Wurfarmen und einem Mittelteil, welche sich durch Schraubverschlüsse (2.) miteinander verbinden lassen. Die Vorteile liegen ganz klar im Transport, sowie der Möglichkeit, den Bogen "mitwachsen" zu lassen. Also ideal für kleinere Schützen, die im Laufe Ihrer sportlichen Betätigung ebenfalls noch in der Wachstumsphase sind. Es besteht die Möglichkeit, ohne direkt eine komplett neue Ausrüstung zu kaufen z.B. längere und stärkere Wurfarme zu erwerben. Diese Bögen sind auch als Holzbögen erhältlich, die sich in den meisten Fällen nicht demontieren lassen. I.d.R. besteht der Recurvebogen aus den Materialien: Holzlaminat (Wurfarme (7.)), sowie aus Aluminium (Mittelteil (3.-6.)). In der folgenden Abbildung sind die einzelnen Elemente eines "rohen" Recurvebogens (ohne Visier, etc.) dargestellt und erläutert:

1. Wurfarmende (Tips)
Vorrichtung zum einspannen der Sehne.

2. Schraub-/Steckverschluss Wurfarme
Hier werden die Wurfarme (oben und unten)
montiert

3. Befestigungsvorrichtung Klicker/Visier
Hier wird ein sog. Klicker, sowie das Visier (andere Seite) befestigt

4. Vorrichtung Pfeilauflage & Button
Hier wird die Pfeilauflage zzgl. dem Button montiert

5. Griffschale
Ergonomisch geformte Griffe für jeden Typ sind erhältlich

6. Befestigung Stabilisatorensystem
Hier kann ein sog. "Stabisystem" montiert werden

7. Wurfarme
Bestehen aus Holzlaminat, Fiberglas, Schaum (Foam), Carbon und oder aus Kombinationen dieser Materialien und speichern Energie für den Abschuss

8. Sehne
Sehne mit Nockpunkt (o. Abb.) hält den Pfeil und treibt ihn nach vorn.

 

Die Wurfarme

ACHTUNG:
Wurfarme! Wichtiger als alles andere! 
Ein Bogen besteht zum eigentlichen aus den Wurfarmen. Das Mittelstück ist lediglich ein "Feature" was das schiessen vereinfacht. Das mag sich jetzt vielleicht etwas seltsam anhören, ist jedoch tatsächlich so. Hat man eine saubere Technik und ausgereifte Wurfarme mit perfekt dazu abgestimmten Pfeilen, hat das Mittelstück nur noch marginalen Einfluss auf das Schießergebnis. Nach folgenden Kriterien sollte ein Bogen und die dazugehörigen Wurfarme ausgewählt werden:

Bogenlänge

Je nach Körpergrösse und Auszugslänge  sollte u.a. auch die Bogenlänge gewählt werden. Die untenstehende Tabelle kann man als groben Anhaltspunkt bei normalen Körperproportionen zu Rate ziehen.
Trotzdem sollte man auf alle Fälle noch die Auszugslänge bestimmen, da diese zu unten stehender Tabelle in Ausnahmefällen abweichen kann und ein kürzerer oder längerer Bogen gewählt werden sollte. Als ausschlaggebendes Maß für die Bogenlänge sollte auf alle Fälle die tatsächliche Länge des Auszuges herangezogen werden.

 

 


Körpergröße in cm

Bogenlänge in Zoll

unter 150 cm

54" (ca. 1,37m)

150 - 165 cm

62 - 64" (ca. 1,58 - 1,63 m)

165 - 185 cm

66 - 68" (ca. 1,68 - 1,73 m)

über 185 cm

70" (ca. 1,77 m)

 

MERKE

Da nicht jeder Körper anatomisch gleich gebaut ist und nicht wenige aus der Norm laufen, kann es durchaus auch sein, daß ein Schütze mit einer Körpergröße von 180 cm einen 70" Bogen benötigt, da durch die Länge der Arme der Auszug weiter ist als die Norm. Es muß also auch dieser Faktor bei der Auswahl der Bogenlänge unbedingt berücksichtigt werden, mehr noch als die Körpergröße des Schützen. Nur dann entfachen die für die Wurfleistung entscheidenden Teile am Bogen, die Recurves, ihre optimale Wirkung. Die Recurves sollten beim voll ausgezogenen Bogen einen Winkel von 90° zur Sehne aufweisen.

 

Bogenstärke / Zuggewicht

 

Je nach Geschlecht und Zustand sollten folgende Zuggewichtsempfehlungen beachtet werden:

Zuggewichtsempfehlungen für Männer: 
16-28 lbs. Sport wird selten betrieben / Anfängerzuggewicht
28-36 lbs. Sportlicher Schütze, trainiert mind. 2 x wöchentlich
38-48 lbs. bei aktiven Sportlern, 3 Trainingseinheiten / Woche oder mehr

Zuggewichtsempfehlungen für Frauen und Jugendliche: 
12-24 lbs. Sport wird selten betrieben / Anfängerzuggewicht
24-32 lbs. Sportliche Schützin, trainiert mind. 2 x wöchentlich
34-40 lbs. bei aktiven Sportlerinnen, 3 Trainingseinheiten / Woche oder mehr

Ein Schütze hält das Zuggewicht ca. 8 - 10 Sekunden vor dem eigentlichen Abschuss ohne zu zittern. Sollten Sie dennoch während dieser Zeit ins zittern geraten, haben Sie den falschen Bogen in der Hand oder ihre Technik ist noch nicht ausgereift!

Tun sie sich dann selbst einen Gefallen und ändern Sie das Zuggewicht!

 

Pfeilauflage und Button

 

Hilfsmittel zur besseren Führung des Pfeiles

Die Pfeilauflage (siehe Skizze) ermöglicht zum einen, dass der Pfeil immer die selbe Position behält, zum anderen den sauberen, möglichst reibungsschwachen Start beim Abschuss.
Ebenfalls für einen möglichst reibungsfreien Abschuss sorgt der Button. Der Button ist im Kern mit einer Feder bestückt. diese Feder gibt nach, sodass der Pfeil möglichst mit wenig Reibung abgeschossen werden kann. Die Stärke des Buttons kann je nach Anforderung eingestellt werden.

 

 

Der Klicker

 

Ein weiteres Hilfsmittel für den Schützen ist der "Klicker".

Dieser wird beim Auflegen des Pfeils über den Pfeil gespannt. Wenn der Pfeil vollkommen ausgezogen wurde, springt der Klicker über die Pfeilspitze und gibt beim "Aufschlagen" auf dem Mittelteil des Bogens ein "klickendes" Geräusch ab. Der Pfeil liegt nun vollkommen frei und kann geschossen werden. Dies dient dazu, dass der Pfeil immer auf die selbe Länge ausgezogen wird und sorgt daher für die Routine im Schuss und die Gleichmässigkeit des Auszuges.

 

 

 

Das Visier

 

Mit oder ohne, das ist keine Glaubensfrage sondern eine Bedingung für bestimmte Stilarten.

Beim Blankbogen verboten, beim Langbogen verpönt, für den Recurve- und Compoundschützen wichtigstes Hilfsmittel um zu treffen. Visiere gibt es in verschiedenen Ausführen und in Preisklassen von 15 Euro für den Übungs- und Anfängerbogen bis über 600 Euro für den Compoundbogenschützen mit Scope und 3-Achsenverstellung.

 

Die Stabilisation

 

Mit oder ohne, das ist keine Glaubensfrage sondern eine Bedingung für bestimmte Stilarten.
Na, diesen Spruch kennen wir doch schon.

Die Stabilisation am Bogen soll mehrere Dinge bewirken:

Zum einen sorgen die Stäbe dafür, dass Schwingungen und Vibrationen vom Bogen abgeleitet und vermindert werden. Der Bogen "arbeitet" dann im Moment des Lösens ruhiger und beherrschter, was ein angenehmes Schießgefühl zur Folge hat.

Zum anderen sorgt eine richtige Ausbalancierung der Stabilisation dafür, das der Bogen im Abschuss zunächst in gerader Richtung, sozusagen mit dem Pfeil, nach vorne schnellt und danach nach unten abkippt. So wird dafür Sorge getragen, das der Bogen, bedingt durch den mediterranten Griff an der Sehne, der bei Bögen mit Visieren und Stabis benutzt wird (1 Finger ober, 2 Finger unter dem Pfeil) durch die unterschiedlich starken Zugkräfte beim Lösen nicht unkontrollierbar (meistens nach oben) "wegspringt".