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Termine

Mo, 06. Februar 2012, 18:00 > Montagstraining
Mi, 08. Februar 2012, 18:00 > Mittwochstraining
Sa, 11. Februar 2012, 08:00 > Bogenliga Rückkampf Bezirksklasse West (BSC 1)
Sa, 11. Februar 2012, 13:00 > Samstagstraining

2. Spargellandturnier im Freien 2 x 70 m am 10.06.2012

Bitte vormerken: Noch bis zum Start des 2. Spargellandturniers im Freien mit Finalschießen am 10.06.2012. Anmeldungen und Ausschreibung ab 01. März 2012 hier auf der Seite.

Pfeil und Bogen gehören zu den ältesten bekannten Distanzwaffen und wurden schon in der Steinzeit als Jagd- und Kampfwaffen bei allen Kulturvölkern benutzt. Höhlenzeichnungen aus Spanien wurden auf mindestens 15.000 Jahre geschätzt, erste Funde von Pfeilschäften in Deutschland sind auf 9000 Jahre v.Chr. datiert.

Bei den ersten Olympischen Spielen 776 v.Chr. mussten angebundene Schweine als Zielscheiben herhalten. Besonders in England wurden Pfeil und Bogen noch im 16. Jahrhundert im Kampf benutzt. Die Benutzer dieser Waffen stellten fest, dass nur durch häufiges trainieren auch die Zielsicherheit größer wurde. Daher wurden schon immer gerne Vergleichswettkämpfe veranstaltet. Schoss man anfänglich tatsächlich noch auf Kürbisse und Melonen, so entwickelten sich seit dem Mittelalter aber schließlich die heute noch gebräuchlichen Strohscheiben, wenngleich sich die Qualität der heutigen Scheiben erheblich verbessert hat.

 

Erst, nachdem der Deutsche Schützenbund (DSB) 1954 beschloss, das Bogenschießen als ordentliche Disziplin in sein Sportprogramm aufzunehmen und dem internationalen Bogensportverband, der FITA (Federation Internationale de Tir a l´Arc), beizutreten, wurde der interessante Sport bekannter.

 

Den Durchbruch in Deutschland erlangte diese Disziplin jedoch mit der Olympiade 1972 in München, wo das Bogenschießen nach 52-jähriger Abwesenheit wieder in das Olympische Programm aufgenommen wurde.

 

Auch die (leider seltenen) TV-Bilder der letzten Olympiade in Atlanta/USA vom Bogenschießen zeigten spannende Wettkämpfe, die der stets anwachsenden Fangemeinde der aktiven Bogenschützen in guter Erinnerung bleiben. Denn bis heute hat sich die spezielle Faszination des Bogenschießens erhalten. Trotz der hochmodernen und technologisch so interessanten Bögen kommt es beim Bogenschießen neben dem Training auch auf das koordinierte Zusammenspiel von Kraft, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit und technischem Gespür für die individuelle Ausrüstung an.

 

Der Reiz und gleichzeitig die große Schwierigkeit, aber auch Herausforderung der Disziplin Bogenschießen besteht sicherlich darin, dass beim Zielvorgang nicht zwei Visierpunkte (Kimme, Korn) zur Deckung gebracht werden können. Der Erfolg des Treffens ist so primär ein Produkt der Körperbeherrschung, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Gleichmäßigkeit und Wiederholbarkeit von Bewegungen. Neben Kraft und Ausdauer erfordert Bogenschießen auch viel Konzentration. Heute wird diese Schießsportdisziplin im Freien (90, 70, 60, 50, 30 m Distanz) und in der Halle (18 m Distanz) geschossen. Aus dem frühzeitlichen einfachen Weidenstock mit Angelsehne gespannt sind vergleichsweise hoch technisierte und physikalisch ausgeklügelte Sportgeräte entstanden. Die Wurfarme des Bogens sind zumeist aus Carbon- oder Glasfaser gefertigt. Gezielt wird zumeist mit Hilfe einer Visierung.

Internationale Bedingungen:

Geräte: Recurvebogen, Blankbogen, Compoundbogen (bis max. Gipfelgewicht: 60 pounds)

 

Pfeile: alle Arten, außer Jagdpfeile, die die Scheibe beschädigen, sind erlaubt.

 

Außerdem: Pfeilköcher, Armschutz und Brustschutz.

 

Anschlag: Der Schütze muss beim Schießen aufrecht stehen, er darf keine Stütze benutzen. Für versehrte Sportler sind Ausnahmen zugelassen.

 

Scheiben und Auflagen: Der Scheibenkörper (Binsen, Stramitplatte oder Ethafoamscheibe) hat die Abmessungen von ≥ 124 cm Durchmesser oder Quadrat. Die Scheibe hat einen Neigungswinkel von 15° und das Zentrum der Scheibe muss sich in einer senkrechten Höhe, gemessen vom Boden, auf 130 cm ± 5 cm befinden. Die Scheibenauflagen müssen eine Kennzeichnung der FITA-Lizenz aufweisen. Die Auflagen bei der Disziplin FITA-Runde im Freien sind in 10 Ringe eingeteilt, wobei vom Zentrum aus jeweils 2 Ringe zu verschiedenen Farbzonen zusammengefasst sind. 10 und 9 = gold, 8 und 7 = rot, 6 und 5 = blau, 4 und 3 = schwarz und 2 und 1 = weiß. Für die Compoundschützen gilt die verkleinerte innere 10 als HIT. Die Auflagen bei der Disziplin FITA-Feldrunde sind in 6 Ringe eingeteilt, wobei das Zentrum gelb gekennzeichnet ist. Alle übrigen Ringe sind schwarz. Für die Compoundschützen zählt der innere Ring der gelben Zone als HIT.

Folgende Auflagenabmessungen sind lt. FITA-Regelwerk und der SpO in folgenden Disziplinen vorgegeben:

 

FITA-Runde im Freien

Entfernungen: 90 m, 70 m, 60 m Scheibengröße: 122 Ø
Entfernung: 50 m Scheibengröße: 80 Ø
Entfernung: 30 m Scheibengröße: 4 x 80 – Spot

 

Für die Schüler sind folgende Größen vorgegeben:
Schüler A: Entfernung: 50 m u. 30 m 122 cm/80 cm Ø
Schüler B: Entfernung: 25 m u. 18 m 80 cm/60 cm Ø

 

FITA-Runde in der Halle

Entfernung: 25 m 60 cm Ø/3fach Spot vertikal
Entfernung: 18 m 40 cm Ø/3fach Spot vertikal

 

Für die Jugend und Schüler sind folgende Größen vorgegeben:
Jugend: Entfernung: 18 m 40 cm Ø
Schüler A: Entfernung: 18 m 60 cm Ø
Schüler B: Entfernung: 18 m 80 cm Ø

 

FITA-Feldbogenrunde

Entfernungen: 30 – 60 m 80 cm Ø
Entfernungen: 15 – 45 m 60 cm Ø
Entfernungen: 10 – 30 m 40 cm Ø
Entfernungen: 5 – 20 m 20 cm Ø

 

Für die Schüler sind folgende Entfernungen und Auflagen vorgegeben:
Entfernungen: 25 – 40 m 80 cm Ø
Entfernungen: 15 – 30 m 60 cm Ø
Entfernungen: 10 – 25 m 40 cm Ø
Entfernungen: 5 – 15 m 20 cm Ø